Verteilgebiet? International! Warum Prospektwerbung nicht an der Grenze enden sollte

Wissen Sie, was ein „nákupní vozík“ ist? Okay, Tschechisch ist auch schwer. Wir versuchen es mal mit etwas einfacheren Sprachen. Dem niederländischen „Winkelwagen“ zum Beispiel? Oder „Einkaufswägeli“ auf Schwizerdütsch?

 

Richtig, wir reden hier von Einkaufswagen. Genau diese werden in Deutschlands Grenzregionen zu Tausenden jeden Tag von unseren Nachbarn gefüllt. Die im europäischen Vergleich sehr niedrigen Lebensmittelpreise in Deutschland machen es möglich. So sparen die Schweizer laut einer Studie der Bank „Credit Suisse“ in Deutschland pro Warenkorb rund 48 Prozent gegenüber einem vergleichbaren Einkauf in ihrem Heimatland. Doch selbst für die Tschechen und Polen, die insgesamt niedrigere Lebenshaltungskosten haben, lohnt sich das Einkaufen in Deutschland bei bestimmten Produkten.

 

Nach der rund achtwöchigen Schließung sind Europas Grenzen seit dem 15. Juni wieder offen. Seit dem 1. Juli gilt in Deutschland zudem die Mehrwertsteuersenkung. In Tschechien gehen Analysten laut der Zeitung „MF Dnes“ derzeit davon aus, dass die Tschechen nun noch häufiger als vor der Krise in Deutschland einkaufen werden und dass gleichzeitig auch die gekauften Mengen steigen werden. Im baden-württembergischen Kehl bildeten sich nach der Öffnung der Grenze zu Frankreich bereits lange Schlangen vor den Geschäften. Vor allem Tabakwaren, aber auch Lebensmittel sind für die Franzosen in Deutschland deutlich günstiger. Gerade in Zeiten von Kurzarbeit und dementsprechend geringeren Gehältern wird das günstige Einkaufen weiter an Bedeutung gewinnen.

 

ACTION: Gute Erfahrungen in Polen und der Schweiz

 

Für Unternehmen, die ihre Prospekte bisher noch nicht im Ausland verteilen lassen, könnte die Krise ein geeigneter Zeitpunkt sein, sich mit dieser Werbeform intensiver zu beschäftigen. Der Non-Food-Händler und MEDIA Central-Kunde ACTION macht bereits seit einigen Jahren gute Erfahrungen mit einer grenzüberschreitenden Prospektverteilung in der deutsch-polnischen Grenzstadt Gubin und vom baden-württembergischen Klettgau aus in die Schweizer Nachbargemeinden. „Die grenzüberschreitende Angebotskommunikation hilft uns bei beiden Filialen ungemein“, sagt Kim Vanessa Radak, Marketing&Communications Coordinator bei ACTION.

 

Für „Neulinge“ in diesem Bereich hat sie wertvolle Tipps auf Lager: „Grundsätzlich reicht es nicht aus, dass der Standort grenznah ist, sondern auch die Attraktivität des Standortes sollte im Nachbarland bereits bekannt sein. Außerdem würde ich immer eine Verteilung in der jeweiligen Landessprache empfehlen, da der Kunde sich sonst nicht angesprochen fühlt und die Verbindung nicht knüpfen kann.“  

 

Wie wichtig die Grenzöffnung und damit die Rückkehr der Auslandskunden für ACTION ist, wurde besonders in Klettgau deutlich. Dort haben die Schweizer einen Anteil von circa 30 Prozent am Gesamtumsatz. „Die Umsätze fielen während der Grenzschließung deutlich ab und auch der Durchschnittsbon sank. Schon in der ersten Woche nach der Grenzöffnung generieren wir wieder Umsätze auf dem vorherigen Niveau“, berichtet Radak. In Guben kommen circa 20 Prozent des Umsatzes von polnischen Kunden.

  

Andere Länder, andere Sitten: MEDIA Central hilft

 

Trotz der überwiegenden Zugehörigkeit zur EU gelten in jedem Nachbarland Deutschlands unterschiedliche Gesetze für die unadressierte Haushaltswerbung. So darf beispielsweise in einigen niederländischen Städten nur noch an die Haushalte verteilt werden, die einen „Ja, ich möchte Werbung erhalten“-Sticker auf dem Briefkasten haben. Im Nicht-EU-Mitgliedsstaat Schweiz kommen strenge Regeln bei der Einfuhr der Handzettel hinzu. Als Media-Agentur mit Büros in Tschechien und Polen sowie langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der internationalen Haushaltswerbung in 23 europäischen Staaten, ist MEDIA Central seinen Kunden in diesen Angelegenheiten gerne behilflich. 

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